Eule und Katze fahren aufs Meer, um zu heiraten, Hexen verarbeiten Froschzehen, und ein Seemann verspricht in jedem Hafen die ewige Treue. Nonsense Texte, Lyrik von Shakespeare und Kinderreime fassen Standford, Rutter und Co. in vielschichtige Melodien und Harmonien. Gemeinsam mit den mehrstimmigen Bearbeitungen von traditionellen Folksongs (Achtung Ohrwurm!) ergibt das ein schillerndes Bild britischer Chormusik. Und die Jigs und Reels von Boxty bilden den großartigen Rahmen dazu. Don't miss!!

the owl and the pussycat
finest tunes from the britisch isles
Werke von Stanford, Rutter, Willcocks, Mäntyjärvi et al.

Freitag, 9.11.2018, 20 Uhr, Minoritensaal Graz

boxty - bittersweet irish folk
chor pro musica graz | gerd kenda

Britisches und Irisches
Glänzend konzipiert: chor pro musica graz und Boxty

„The owl and the pussycat“ nannte sich das Programm unter der Leitung von Gerd Kenda, das im Minoritensaal einen Bogen von britischen Volksliedern zu zeitgenössischen Shakespearevertonungen zog. Letztere sind das Werk des Finnen Jaakko Mäntyjärvi und spiegelten mit eindringlichen Farben den fantastischen Charakter der Liedtexte in der Musik wider. Das Kochrezept der drei Hexen aus Macbeth steigerte sich effektvoll und garantierte auch einen gewissen Gruselfaktor.
Der reife Klang des Chores, der vor allem in den Männerstimmen beeindruckenden Einklang zeigte, kam in den ruhigen Liedern von Charles V. Stanford zur Geltung. „The Haven“ etwa zeugte von großer Tiefe und klang wie ein Meeresrauschen aus. Für stimmungsvolle Einschübe sorgte die Gruppe Boxty um den irischen Musiker Eamonn Donnelly. Das warme Raunen der Drehleier, zirkulierende Flötenmelodien und treibende Rhythmen bescherten eine abwechslungsreiche Gliederung für das glänzend konzipierte Konzert. (Katharina Hogrefe, kleine zeitung, 11. November 2018)